Fujikon setzt mit SLA-3D-Drucktechnologie neue Maßstäbe

Historische Windmühlen werden durch 3D-Druck wieder lebendig

Das American Wind Power Center (AWPC) hat in Zusammenarbeit mit WhiteClouds maßstabsgetreue Modelle von historischen Windmühlen geschaffen, wobei Techniken der computergestützten Konstruktion und des 3D-Drucks zum Einsatz kamen. Die Windmühlen werden in eine Modelleisenbahnlandschaft integriert, die im AWPC-Museum ausgestellt wird.

“Wir planen derzeit den Aufbau einer Modelleisenbahnanlage von Lubbock aus der Zeit zwischen 1910 und 1950, als es noch zahlreiche Windmühlen in dieser Gegend gab”, sagte Coy Harris, geschäftsführender Direktor des AWPC. “In dieser Zeit wurde Lubbock an das Eisenbahnnetz angebunden.”

Harris erstellte zusammen mit dem WhiteClouds-Designer Kelly Root zunächst maßstabsgetreue Modelle der Windmühlen. Diese Modelle wurden anschließend im Labor von WhiteClouds auf einem ProJet 3500 HDMax in 3D gedruckt.

“Durch Anwendung von Verfahren zum Konstruieren und Drucken in 3D konnte das AWPC ein maßstabsgetreues Modell einer Windmühle herstellen, wie man es nirgendwo sonst findet. Dabei handelt es sich um eine Windmühle, die vor über 30 Jahren in Betrieb war. Maßstabsgetreue Modelle davon gibt es einfach nirgendwo. Also mussten wir eines von Grund auf neu erstellen.”

Alle Windmühlenmodelle wurden unter Anwendung der Multi-Jet-Modeling-Technologie in 3D gedruckt

Die Modelle wurden unter Einsatz unterschiedlicher Techniken nachgebildet. Eine der Windmühlen wurde anhand eines beim AWPC bereits vorhandenen maßstabsgetreuen Modells rekonstruiert. Dieses Modell konnte Root vermessen, um anschließend durch Reverse-Engineering und Nachkonstruktion eine exakte Replik davon anzufertigen. Eine der anderen Windmühlen wurde anhand von alten Bauplänen und Fotos der Originalwindmühle nachgebildet. Wie Root berichtete, besteht die größte Herausforderung des Projekts darin, die Modelle so herzustellen, dass sie möglichst genau den Windmühlen in Originalgröße entsprechen, aber zugleich noch in 3D gedruckt werden können.

Alle Windmühlenmodelle wurden unter Anwendung der Multi-Jet-Modeling-Technologie in 3D gedruckt. Dabei wird ein unter UV-Einfluss aushärtendes Harz zum Herstellen präziser und haltbarer Kunststoffteile verwendet. Jede Schicht ist nur 16 µm dünn, was etwa einem Sechstel der Dicke eines menschlichen Haares entspricht. Auf diese Weise entstehen unglaublich detaillierte maßstabsgetreuen Windmühlenmodelle. Das endgültige Druckobjekt ist durchscheinend und altweiß.

Alle Windmühlenmodelle wurden unter Anwendung der Multi-Jet-Modeling-Technologie in 3D gedruckt

Harris und sein Team werden die Modelle anschließend zusammenbauen und fertig bearbeiten. “Alle Windmühlen werden gedruckt und lackiert”, so Harris weiter.

“Für viele davon werden wir noch die Holztürme bauen müssen. Die meisten dieser Windmühlen sind zu kompliziert, um sie von Hand zu bauen, und deshalb werden sie gedruckt.”

Das AWPC ist das größte Windmühlenmuseum der Welt und beherbergt eine Sammlung von über 100 Windmühlen in einer geschlossenen Galerie sowie von 60 weiteren Windmühlen auf dem Freigelände Linebery Windmill Park.