Mit 3D-Druck vom Denker zum Macher

Mit 3D-Druck vom Denker zum Macher

Es war unglaublich, an dem Projekt teilzunehmen. Wir hätten das niemals ohne die 3D-Drucker von 3D Systems umsetzen können.” Mike Fanning, NovaCAD

Von Kendall Joudrie, Thinking Robot Studios. (Auszug aus der Geschichte)

Im November 2013 verlor Natasha Hope-Simpson ihr linkes Bein bei einem Unfall mit Fahrerflucht. Wie Sie sich denken können, musste sie ihr gesamtes Leben umstellen. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass Natasha sehr viel stärker ist, als sie es je geglaubt hätte. Natasha schritt mit ihrem Leben mit Unterstützung durch 3D Design weiter voran. Als sie ihre Beinprothese ausgiebig betrachtet hatte, wusste sie, dass sie daran etwas verändern musste. Als Absolvent des Nova Scotia College of Art and Design (NSCAD) suchte sie nach einer Lösung für eine Beinprothese, die persönlicher ist. Eine, die sich ihrer Persönlichkeit und Anatomie anpassen würde.

Sie wollte ein menschliches Bein.

Alles begann im Februar 2014, als Natasha vor einer Klasse sprach, die zufällig auch der NSCAD-Vorstand Gregor Ash besuchte. Natasha berichtete von ihren Bemühungen beim Design der Prothese und den damit verbundenen Herausforderungen, dieses funktionale, ästhetische und persönliche medizinische Gerät zu fertigen.

Von Natashas Motivation und Ambitionen inspiriert, kam Ash mit einer Herausforderung zu Thinking Robot Studios: Eine Zusammenarbeit mit Natasha, um innerhalb von 15 Tagen rechtzeitig zum Herstellersymposium von NSCAD eine Prothese zu fertigen. Wir verdienen unseren Lebensunterhalt mit der Fertigung exakt angepasster orthopädischer Implantate und Systeme. Aber ich wusste, dass diese Aufgabe eine Herausforderung für uns sein würde. Wie sollten wir nur das nur bewerkstelligen?

Wir wussten, dass es nur mittels 3D-Druck und 3D-Scanning schnell und genau machbar sein würde. Daher riefen wir sofort Mike Fanning an, den CEO von NovaCad, einem Wiederverkäufer von 3D Systems. Für das Scanning wandten wir uns an Ian Weir vom kanadischen Verteidigungsministerium und an Bob Garrish von Spring Loaded Technology. Es dauerte nicht einmal einen Tag, bis Natashas Team von einem Kopf auf sechs Köpfe angewachsen war. Aber es gab noch viel zu tun.

Um die Form und Größe von Natashas Beinprothese korrekt zu bestimmen, führten Ian und Bob zwei verschiedene Scans von Natashas vorhandenem Bein mit Laser- und Weißlicht-Scanning durch. Sie bearbeiteten die Scans mit der Geomagic® Studio-Scansoftware und wandelten die Daten in ein verwendbares 3D-Format um, damit mein Geschäftspartner Jourdan Dakov und ich die technische Planung umsetzen konnten. Mithilfe der Gitterscan-Daten erstellten wir die mechanischen und statischenKomponenten der Prothese in CAD.

In der Zwischenzeit versuchte Natasha, die ästhetische Seite der Beinprothese auszuarbeiten. Sie wollte etwas, das genauso attraktiv wie funktional sein sollte. Sie hatte viele Ideen, aber nur wenig Zeit, diese umzusetzen. Der Durchbruch kam, als sie die 3D-Druckmasken von Melissa Nig im Internet fand.

„Melissas Designs waren unbeschreiblich schön“, sagte Natasha. „Sie waren perfekt. Ich habe mich sofort verliebt.“

Daher habe ich umgehend Melissa in New York City kontaktiert, und wie wir alle wollte auch sie unbedingt helfen. „Ihre Geschichte hat mich sehr bewegt und ich war froh darüber, mein Design für dieses Projekt zu spenden. Ich werde auch weiterhin zusammen mit Thinking Robot arbeiten, wenn sie im Laufe des nächsten Jahres eine endgültige Prothese für Natasha entwickeln werden“, sagte Melissa.

Team

Melissa wandelte Ihr Design in ein verwendbares Format um und schickte es mir sofort. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir drei Tage, um das Design auf die mechanischen Teile anzuwenden, bevor der 3D-Druck beginnen sollte. Gelinde gesagt war dieser Prozess sehr intensiv. Wir stimmten die mechanischen CAD-Daten aufeinander ab und wandten die Designelemente von Melissa darauf an. Wir wussten von Mike Fanning und dem 3D Systems-Team in Boston, dass wir nur wenige Tage Zeit hatten, um ihnen eine druckbare Datei zu liefern.

Dennoch hatten wir innerhalb von nur sieben Tage ab Beginn des Projekts und nach einigen langen Tagen und Nächten unserer Teammitglieder ein Prototyp-Design fertiggestellt, das in einem 3D-Drucker gedruckt werden konnte. Wir schickten die CAD-Dateien sofort an NovaCad .

„Ich habe die Dateien sofort an das Team von 3D Systems in Andover in Massachusetts geschickt und die zu verwendenden Materialien festgelegt“, sagte Mike. „Das Team dort hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Komponenten zu drucken und diese zu uns zurückzuschicken.“ Das 3D Systems-Team druckte auf dem ProJet 7000, einem robusten SLA-Drucker, der besonders genaue 3D-Teile mit einer ausgezeichneten Oberflächenglätte liefern kann.“

Wenn Sie die vollständige Geschichte lesen möchten, wählen Sie das folgende PDF oder sehen Sie sich das Video an.